Nachwuchsförderpreis 2015

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Ermöglicht durch die Sparda Bank, vergab das Edith-Russ-Haus für Medienkunst 2015 zwei Förderpreise für künstlerische Arbeiten im Bereich der Neuen Medien.

Jury:

Inke Arns
Nataša Ilic
Edit Molnár
Marcel Schwierin

Für weitere biografische Informationen der einzelnen Jurymitglieder klicken sie bitte hier.


Die Edith-Russ-Haus Nachwuchsförderpreise für Medienkunst der Sparda-Bank 2015, dotiert mit jeweils 3.000,- € und Teilnahme an der Ausstellung im Edith-Russ-Haus, gingen an:


Chris Alton: English Disco Lovers (EDL)

Marta Popivoda: Mass Ornaments


Jurybegründungen:

Chris Alton
English Disco Lovers (EDL)
2012 – present

Subversion vom Feinsten: Die English Disco Lovers (EDL) sind eine facettenreiche Protestbewegung, die darauf abzielt, das EDL-Akronym der English Defence League, einer extremistischen Organisation, die gemeinhin mit Rassismus, Islamophobie und Gewalt in Verbindung gebracht wird, zurückzuerobern. Chris Alton gründete die Gruppe mit der Absicht, der wachsenden Präsenz von Rechtsextremismus im Vereinigten Königreich zu begegnen.
Die English Disco Lovers (EDL) existieren in vielfältigen unterschiedlichen Formen, unter anderem online-Besetzungen, Straßenprotesten, Vorträgen, Photographien, Videos, Einträgen in Social-Media-Netzwerken, Nachrichtenartikeln und als gemeinsame Idee.
Die Bewegung wird im Edith-Russ-Haus als Videos, Sounds/Klänge, Hashtags, Bilder und Printveröffentlichungen beinhaltende Multimediainstallation präsentiert.

Marta Popivoda
Mass Ornaments
2013/2014

Mass Ornaments ist ein künstlerisch ergreifendes und überzeugendes Projekt über das Wesen des Zuschauens und die Rolle der Öffentlichkeit. Die Arbeit beginnt bei den Massenaufführungen im späten Jugoslawien zu den Feierlichkeiten des „Tags der Jugend“ im Jahr 1987 und fährt fort, die ,Unaufmerksamkeitsblindheit‘ und Probleme der Öffentlichkeit heutzutage zu erläutern.
Durch den Blick auf Archivmaterial dieses sozialistischen Spektakels, welches nur wenige Jahre vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Jugoslawien aufgeführt wurde, enthüllt die Mixed-Media-Installation ,übersehene‘ Zeichen des sich anbahnenden Zusammenbruchs und bildet eine Meditation über das Sehen, Nicht-sehen und die Weigerung zu sehen und was dieses für das Betrachten von medialen Bildern und von Kunst bedeutet.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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