Nachwuchsförderpreis 2013

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Nachwuchsförderpreis der Sparda Bank 2013

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst hat 2013 zwei Förderpreise für künstlerische Arbeiten im Bereich der Medienkunst (je 3.000,- €) vergeben.
Mit diesem Preis sollen neue Positionen der Medienkunst gewürdigt und die prämierten KünstlerInnen mit dem Preisgeld und der Ausstellung unterstützt werden. Der Preis des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst soll die Karriere von NachwuchsmedienkünstlerInnen nachhaltig fördern.

Prämiert werden bestehende Werke im breiten Spektrum der Medienkunst, von netzbasierten Projekten über Videokunst bis hin zu Klang- oder audiovisuelle Installationen.

 

Eine Vor-Jury sowie eine Jury hat die prämierten Arbeiten aus 271 Einreichungen für den Nachwuchsförderpreis ausgewählt.

Vor-Jury

Dr. Claudia Giannetti
Maria Pallier
Prof. Dennis P. Paul
Prof. Dr. Nils Röller

Jury

Prof. Dr. Norval Baitello Junior
Roberta Bosco
Dr. Claudia Giannetti
Prof. Hartmut Jahn

Für weitere biografische Informationen der einzelnen Jurymitglieder klicken sie bitte hier.

 

Die "Edith-Russ-Haus für Medienkunst Förderpreise für Nachwuchsmedienkünstler/Innen 2013" – jeweils dotiert mit 3.000,00 € und Ausstellung des Werkes – gehen an:


ss-io (Hyun Ju Song und Mi Lyoung Bae): "The Moment"
Generative audiovisuelle Installation


Kuai Shen Auson Ortega: "Oh!m1gas:biomimetic stridulation environment"
Raum- und Klanginstallation


Jurybegründung

 

ss-io (Hyun Ju Song und Mi Lyoung Bae): "The Moment"
Generative audiovisuelle Installation


Die Jury überzeugt die poetische und formale Qualität des Werkes „The Moment“ (2012) der koreanischen, in Weimar lebenden Künstlerin Hyun Ju Song (Seoul, 1979) und der Klangkünstlerin Mi Lyoung Bae (Pyeongtaek, 1979), die in Seoul, Südkorea, lebt und arbeitet. Sie verwandeln kinetische lateinische Buchstaben in Sätze aus paradigmatischen Texten von Weltautoren (Camus, Kierkegaard, Lacan, Konfuzius, Sartre, usw.). Die Buchstaben werden in einer spielerischen Art und Weise demontiert und zum Tanzen gebracht, wodurch ein abstraktes Ballett entsteht, das wieder zu Wörtern und Sätzen wird. Die generative audiovisuelle Installation von Hyun Ju Song und Mi Lyoung Bae erzeugt eine gespannte Atmosphäre der Erwartung auf den Moment der Lesbarkeit. Die so entstandenen Wortfolgen zeigen entweder klare, sinnlose oder irrationale Botschaften. Die Künstlerinnen schlagen eine Brücke zwischen östlichen und westlichen Kulturen durch unserer Hauptkommunikationsmittel: die Schriftsprache.

 

Kuai Shen Auson Ortega: "Oh!m1gas: biomimetic stridulation environment"
Raum- und Klanginstallation

Die sound-reaktive Installation „Oh!migas: biomimetic stridulation environment" des in Köln lebenden Ecuadorianers Kuai Shen Auson (Guayaquil, 1978) ist das Resultat seines langjährigen künstlerischen und wissenschaftlichen Forschungsprozesses, welches zunächst als Prototyp in verschiedenen Ausstellungen gezeigt worden ist, aber erst 2012 in seiner endgültigen Version als techno-hybrides Bio-Art-Werk abgeschlossen wurde. Sowohl das Konzept als auch das technische, plastische und formale Gerüst des Forschungsprojektes haben die Jury überzeugt. Seit vielen Jahren beobachtet Kuai Shen Auson eine selbst gezüchtete Kolonie von Blattschneideameisen (Atta cephalotes), deren Spezies wegen ihres musterhaften Gemeinsinns und der perfekten Umweltsymbiose bekannt ist. Mit diesem Werk möchte der Künstler auf eine mögliche gesellschaftliche und politische Struktur aufmerksam machen, in welcher eine enge Kooperation in allen Lebensbereichen für das Überleben der Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung ist. So wird diese Arbeit einerseits zum Modell, andererseits aber auch zur Kritik an unserer aktuellen postindustriellen und individualistisch ausgeprägten Gesellschaftsentwicklung.

Die Ameisenkolonie lebt und arbeitet in einer vom Künstler geschaffenen Glasstruktur, die in dem Ausstellungsraum gezeigt wird. Die Bewegungen und Aktivitäten der Insekten werden in Realzeit in Klang und Bilder umgewandelt.

 

Beide Arbeiten wurden im Rahmen der Ausstellung der Nachwuchsförderpreise 2013 im Edith-Russ-Haus präsentiert.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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