Oldenburg. Rosanne Altstatt, Leiterin des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst, wird Oldenburg zum Ende des Jahres 2004 verlassen. Sie hat eine Forschungsstelle an der Purdue Universität in den USA angenommen, die ihr ausgezeichnete Arbeitsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven eröffnet. "Wir bedauern den Weggang von Frau Altstatt in höchstem Maße", bekundete Oldenburgs Kulturdezernent Martin Schumacher. "Dennoch wünschen wir ihr für ihren weiteren Weg viel Glück und Erfolg."
Das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst wurde im Januar 2000 eröffnet. Im April 2001 ist die Leitungsstelle mit Rosanne Altstatt besetzt worden. "Unter der Leitung dieser ausgewiesenen Spezialistin für Neue Medien im zeitgenössischen Kunstkontext hat sich das Oldenburger Medienkunsthaus mit seinem engagierten Programm für neue und innovative Kunst-Richtungen auf allen Ebenen profiliert", attestiert Schumacher der bisherigen Leiterin. "Als einzigartige und unverwechselbare Kultureinrichtung ohne Beispiel in Norddeutschland wird es in der Kulturlandschaft in Niedersachsen mit Respekt und bewundernder Zustimmung wahrgenommen. Das Haus hat sich zu einem auch im Ausland bekannten Aushängeschild für Oldenburg und seine kulturelle Kompetenz entwickelt. Das haben wir in starkem Maße Frau Altstatt und ihrem engagierten Team zu verdanken."
Die scheidende Leiterin hat die Vorbereitung des Programmes für 2005 bereits weitgehend abgeschlossen. "Auf dieser Basis kann problemlos aufgebaut und weiter gearbeitet werden", äußerte der Kulturdezernent seine Anerkennung. "Rosanne Altstatt hinterlässt ein wohl bestelltes Haus."
Das Programm für 2005 beinhaltet ein neues Stipendium mit Nord Media als Förderer und eine Fortsetzung des medien(kunst)pädagogischen Programmes für Jugendliche. Schwerpunkte für das Jahr sind überdies Kooperationen mit anderen Kunsteinrichtungen. Den Auftakt bildet die Doppel-Ausstellung von Katharina Sieverding und Klaus Mettig im Edith-Ruß-Haus und im Oldenburger Kunstverein. Ein Projekt im öffentlichen Raum mit Misch Kuball im Rahmen des Oldenburger Großereignisses "Jahrhundertschritt 05" führt diese Zusammenarbeit weiter und präsentiert Oldenburg als Standort für innovative Kunst. Mit dem Programm "North by Northwest" entsteht im Frühling zusammen mit dem European Media Arts Festival eine Medienkunstschiene zwischen Osnabrück und Oldenburg. Die in Berlin wohnende Südafrikanerin Candice Breitz konnte für eine Einzelausstellung Ende Oktober 2005 gewonnen werden.