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Filmpräsentation: "déjà vu" von Lisl Ponger

Filmpräsentation
23. Januar 2002, 20:00 Uhr

"déjà- vu", Regie: Lisl Ponger, 1999, 23 Min. (Farbe)

In einem subtropischen Land drängen sich weiße Besucher an eine Stelle, wo dunkelhäutige Landarbeiter ihre Erntekörbe ausschütten. Sie schauen neugierig, als wollten sie die Teeblätter prüfen. Allenthalben zücken sie ihre Kameras, ob vor freiem Großwild oder berittenen Kamelen, angesichts geschmückter Menschenkörper oder alltäglicher Arbeitsvorgänge. Bisweilen richten sie selbst ihre Blicke in die Kamera, für später, für zuhause, wenn sie stolz die 'exotischen' Fundstücke zeigen würden. In dieser Pose steckt ein jahrhunderte altes Modell westlichen Reisens und Abbildens - der Tourist auf der Suche nach dem Fremden. Lisl Ponger stellt gefundene filmische Amateuraufnahmen von westlichen Urlaubern neu zusammen, spürt ihrem faszinierten Blick auf das Fremde nach und archiviert damit eine Sammlung exotischer Andersartigkeit. Dazu setzt sie eine Serie von Stimmen, die in subtiler Distanz zum Bild in vielen Sprachen sprechen und von Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen der Kolonialisierung erzählen: als Beherrschte im eigenen Land oder als Vertriebene und zu Fremden gemachte.

Lisl Ponger, "déjà vu", 1999
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