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„Darwins Alptraum“

Filmpräsentation
Hubert Sauper, „Darwins Alptraum“, 2004
29. November 2007, 20:00 Uhr

„Darwins Alptraum ist eine Geschichte über Menschen zwischen dem Norden und dem Süden, über Globalisierung … und über Fische“

Die Fische sind Nilbarsche, von denen eine kleine Zahl in den 1960ern im ostafrikanischen Viktoriasee ausgesetzt wurden – ein Versuch, mit diesem vermehrungsfreudigen Speisefisch, die regionale Fischwirtschaft zu fördern. Heute gelten über 400 der damals im See heimischen Fischarten als ausgerottet – sie sind dem gefräßigen Räuber zum Opfer gefallen, der als Viktoriabarsch in alle Welt verkauft wird. Doch geht es Hubert Sauper in seinem Film um mehr, als nur um das ökologische Desaster: Auch auf die mit seiner Ursache verknüpften wirtschafltichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten richtet sich der Blick. Die Mehrheit der Bevölkerung um die Fischbetriebe am Viktoriasee lebt und arbeitet in unvorstellbaren Verhältnissen, vom globalen Exportschlager profitieren nur einige Wenige. Und dieser verlässt in Flugzeugen das Land, die zuvor mit Waffen beladen waren… „Darwins Alptraum könnte ich in Sierra Leone erzählen, nur wäre der Fisch ein Diamant, in Honduras eine Banane, und in Angola, Nigeria oder Irak schwarzes Öl“, so Hubert Sauper zu seinem Film: Die Erfolgsgeschichte des Viktoriabarsches wiederholt sich in armen Ländern immer wieder mit anderen Protagonisten und Produkten, eine Erfolgsgeschichte jedoch mit zweifelhaftem Gewinn für die jeweilige Region.

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