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Black Hawk Down

06.07.2010, 11:50 Uhr

ein Beitrag von Sabine Fokken, Patricia Matten, Sarah Kaemper, Anna Bosma und Leonie Diers

Jeder kennt die großen Blockbuster, die sich um Krieg drehen. Oftmals wird gesagt, Black Hawk Down gehöre dazu.
Es handelt sich bei „Black Hawk Down“ um einen US-amerikanischen Kriegsfilm aus dem Jahr 2001. Im Jahr 2002 wurde der Film mit zwei Oscars ausgezeichnet. Der Regisseur Ridley Scott arbeitete in seinem Film unter anderem mit Statisten und Material der US- Army.

Im Film „Black Hawk Down“ werden Szenen des Krieges dargestellt. Es geht im Detail um Flugzeugabstürze zweier US- amerikanischer Helikopter. Genauer geht es um den Bürgerkrieg in Somalia und die Schlacht von Mogadischu am 03+04.10.1993. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und hat das Buch „Black Hawk Down – Kein Mann bleibt zurück“ vom Autor Mark Bowden zur Vorlage.

Diese Analyse soll sich auf die Männlichkeitsbilder und Konzepte des Films beziehen und anschließend kritische Perspektiven darstellen.
Der Film steht oftmals in der Kritik, dass er zwar viele Kriegs- und Kampfszenen zeigt, jedoch die Realität des Krieges nicht abzubilden scheint.

Nimmt man sich eine bestimmte Szene des Films vor bekommt man gnadenloses „Geballer“ zu sehen und muss den Anblick vieler sterbender Menschen, unter ihnen auch viele Zivilisten, ertragen. Als ein Soldat der US- Truppe angeschossen wird, wird von den anderen Mitgliedern der US- Truppe zwar kurz geflucht aber danach dennoch direkt weiter gemacht um sich zu verteidigen. In dieser Szene sieht man nicht einmal große Trauer oder Schwäche der Soldaten, was hier als reproduzierte Männlichkeit erkannt werden kann. Näher begründen kann man diese Annahme mit der Begründung, dass die amerikanischen Soldaten betont „hart“ dargestellt werden. Beim Betrachter wird das Gefühl geweckt, dass die Soldaten nichts völlig aus der Fassung bringen kann. Lediglich an einer Stelle bricht ein Soldat mit der Männlichkeit und verzieht zu trauriger Musik sein Gesicht zu einem schmerzlichen Ausdruck. Die somalischen Kämpfer nehmen einen verletzten Soldaten gefangen und sind vielfach mit nacktem Oberkörper und Waffen (u.a Scheren und Lanzen) abgebildet. Dies ist eine Darstellungsart, die die somalischen Kämpfer den US- amerikanischen als unterlegen darstellt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Männer betont „männlich dargestellt“ werden, indem sie beispielsweise als unemotional dargestellt werden. Zudem wird auch durch äußere Merkmale die Männlichkeit reproduziert, Männer werden beispielsweise im gesamten Film als groß und muskulös dargestellt. Es wird durch die vielen Kampfszenen Männlichkeit bewusst reproduziert, was den Film „Black Hawk Down“ mit vielen anderen Kriegsfilmen dieser Art auf eine Stufe stellt. Die Kriegsszenen, in welchen Männlichkeit und Klischees verstärkt reproduziert werden. Vergleicht man den Film mit anderen, beispielsweise mit „Jarhead“, so fällt auf, dass die dargestellte Männlichkeit in „Black Hawk Down“ nicht einmal aufgebrochen wird. So werden die Männer in „Jarhead“ weinend gezeigt. Dies ist für den hier zu analysierenden Film undenkbar.

So tritt bei der Analyse hervor, dass der Film den Anspruch erhebt, den Krieg so darzustellen wie er ist. Diesen Ansprüchen genügt er jedoch nicht. Beruht der Film zwar auf einem Buch, wahren Begebenheiten und Statisten der US- Army, so reproduziert er dennoch Männlichkeit und stellt nicht die Realität dar.


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