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Cyberfem - Spirit of Data

01. Dezember 2001 - 13. Januar 2002
Eröffnung: 30. November 2001, 19:00 Uhr
Mit dem Begriff "Cyberfeminismus" können feministische Strategien, Innovationen und Kritiken, die sich in Relation zum digitalen Medium definieren, bezeichnet werden. Cyberfeminismus ist ein sich in permanenter Bewegung befindliches Netzwerk aus Theorie, Politik und künstlerischer Praxis, das immer wieder neu definiert und potentiell durch jede zusätzliche Position verändert wird. Die Ausstellung "Cyberfem Spirit - Spirit of Data" gibt demzufolge keine einheitliche Definition des Cyberfeminismus vor, sondern die unterschiedlichen künstlerischen Positionen werden die Koordinaten in der aktuell stattfindenden cyberfeministischen Ortsbestimmung verschieben.

Während der Ausstellung gibt es mehrere Aktivitäten von Künstlerinnengruppen. Heather Cassils und Cathy Davies präsentieren sich am Eröffnungsabend in einer PowerPoint Performance als Klone von Bill Gates. Die Gender Changer Academy veranstaltet am 11./12. Dezember 2001 einen Hardware Computer Workshop für einen unkonventionellen Umgang mit der Maschine. Und zur Finissage am 12. Januar 2002 werden die DJs Die Patinnen Teil II sich persönlich die Ehre geben, zum Kurzfilm 'la storia di giradischi a Madame Hu' live ihre Künste in krimineller Elektronik zu zeigen.
n der Ausstellung stellt Jenny Marketou mit TaystesROOM ein Open Source Tool für einen eigenverantwortlichen Umgang mit Überwachung im Netz zur Verfügung. 'eurovision' von Linda Wallace ist eine interactive Videoinstallation zum globalen Einfluss wissenschaftlich-technischer europäischer Medienexporte. Cornelia Sollfrank fügt mit 'improved television' einer Reihe von Interventionen in ein Musikstück von Arnold Schönberg eine cyberfeministische Variante hinzu. 'i look up ... i look down' ist ein Video von Pernille Spence über die Sehnsucht nach Freiheit von Schwerkraft. Im Video 'Remote Sensing' zeichnet Ursula Biemann eine Topographie des globalen Sexhandels im Zeitalter geografischer Informationssysteme. Die Arbeit von Jen Liu 'world domination projekt in RGB' berührt das Thema virtueller Macht.
Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst realisiert mit "Cyberfem Spirit" die Ausstellungsetappe einer Veranstaltungsreihe zum Thema Cyberfeminismus, die im Dezember in Bremen, 7.-9. Dezember 2001, mit dem Laboratorium "technics of cyber<>feminism <mode=message>", Frauen.Kultur.Labor Thealit und in Hamburg, 13.-16. Dezember 2001, mit der Konferenz "very Cyberfeminist International", Old Boys Network stattfindet. 

In Kooperation mit CONSTANT vzw. Vereniging voor kunst en media, Brussels (BE), Les Pénélopes, Paris (F), MAKE, the organisation for women in the arts, formerly The Women's Art Library, London (GB). Gefördert von der NORD MEDIA, der Oldenburgischen Landesbank und with the support of the Culture 2000 programme of the European Union, Directorate General Education and Culture.
Kuratiert von: Rosanne Altstatt, Helene von Oldenburg
Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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