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RECORD > AGAIN!

27. Februar 2010 - 16. Mai 2010
Eröffnung: 26. Februar 2010, 20:00 Uhr
Pressegespräch: 25. Februar 2010, 14:00 Uhr


RECORD > AGAIN! – 40JAHREVIDEOKUNST.DE – TEIL 2 setzt die Arbeit des ersten Teils, der 2006 präsentiert wurde, fort und konzentriert sich besonders auf die Frühzeit der Videokunst ab den späten 60er Jahren.

Die schwierige Problematik dabei war zunächst ein rein technischer Aspekt: Viele Bänder haben zwar überlebt, aber es gibt keine Möglichkeiten mehr, sie abzuspielen. Die alten Geräte sind verschwunden und die Bänder sind meist nicht mehr lauffähig, sondern so verklebt, dass sie sich nach wenigen Sekunden mit einem fürchterlichen Quietschgeräusch an der Videotrommel festsetzen.

Wolf Kahlen, <em>S.C.H.A.F.E</em>, 1975, Videostill
Wolf Kahlen, S.C.H.A.F.E, 1975, Videostill

Für das Projekt RECORD > AGAIN! wurde daher im ZKM | Labor für antiquierte Videosysteme ein funktionierender Gerätepark obsoleter Videotechnik aufgebaut, der es ermöglicht, über 50 verschiedene Videoformate von Mitte der 60er bis Mitte der 80er Jahre zu digitalisieren und damit der Nachwelt zu erhalten.

Ulrike Rosenbach und Klaus vom Bruch, <em>Good luck for a better art</em>, 1977, Videostill
Ulrike Rosenbach und Klaus vom Bruch, Good luck for a better art, 1977, Videostill

Während der Arbeit wurden zahlreiche Videos sichtbar, die bereits als unrettbar verloren galten, weil sie seit über 25 Jahren niemand mehr anschauen konnte. Andere lagen nur noch als Fragmente in unterschiedlichen Versionen vor und wurden mühsam rekonstruiert. Einige Arbeiten existierten nur noch als schlechte Kopien, so dass sie restauriert und neu digitalisiert werden mussten. Und manche Werke werden erstmals so gezeigt, wie sie vor rund 30 Jahren konzipiert wurden.

So präsentiert RECORD > AGAIN! nach Jahrzehnten einige Erstaufführungen und zahlreiche Wiederaufführungen von und mit: Joseph Beuys, Claus Böhmler, Bazon Brock, Michaela Buescher und Gerd Conradt, Holger Czukay, Lutz Dammbeck, Klaus Peter Dencker, Gretchen Dutschke, Festival der Genialen Dilletanten, Flatz, Michael Geissler, Jörg Herold, Jochen Hiltmann, Wolf Kahlen, Kunstkanal, Edmund Kuppel, Urs Lüthi, Ernst Mitzka, Michael Morgner, Nico, Anna Oppermann, C.O. Paeffgen, Klaus Rinke, Ulrike Rosenbach und Klaus vom Bruch, Dieter Roth, Reiner Ruthenbeck, Gustav-Adolf Schroeder, Walter Schröder-Limmer, HA Schult, Klaus Staeck, Wolfgang Stoerchle, Telewissen, Ulay, UTV – Unser Fernsehsender, Franz Erhard Walter, Peter Weibel und Ursula Wevers.

Holger Czukay, <em>Cool in the pool</em>, 1978, Videostill
Holger Czukay, Cool in the pool, 1978, Videostill

Außerdem werden Arbeiten gezeigt von und mit: Michael Bielicky und Ricardo Peredo, Karl Oskar Blase, Klaus vom Bruch, Egon Bunne, Chicks on Speed, Freiburger Medienwerkstatt, Gusztàv Hámos, Rudolf Herz und Ruth Toma, Nan Hoover, Alexander Kluge, Gerd Kroske, Korpys/Löffler u.a., David Larcher, Digne Meller Marcovicz, Marcello Mercado, Heike Mutter, Marcel Odenbach und Gábor Body, Susanne Ofteringer, Ulrich Rückriem, Gerry Schum und Paul Wiersbinski. Die Ausstellung zeigt das Material überwiegend auf zeitgenössischen Geräten.

Flatz, <em>Toni</em>, 1981, Videostill
Flatz, Toni, 1981, Videostill

Der im Hatje Cantz Verlag erscheinende Katalog mit ca. 480 Seiten enthält u.a. Texte von Siegfried Zielinski, Ursula Wevers, Peter Weibel, Ute Vorkoeper, Wolfgang Stickel, Klaus Staeck, Rolf Sachsse, Sylvia Martin, Claus Löser, Gregor Jansen, Wilhelm Hein, Wulf Herzogenrath, Walter Grasskamp, Christiane Fricke, René Block und Christoph Blase sowie eine illustrierte Geschichte der Videotechnik, Erörterungen zur heutigen Restaurierungspraxis und eine ausführliche kommentierte Bibliografie.

Veranstaltungen

21. Mai 2005, 10:00 Uhr

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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