Führung und Dialog

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Führung und Dialog

Kostenlose Führungen: Jeden Sonntag, 11  und 15 Uhr
Gruppenführungen (deutsch- oder englischsprachig) auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach Absprache (35 EUR/Stunde zzgl. erm. Eintritt 1,50 € pro Person)
Führungen für Schulklassen: 37,50 EUR inkl. Eintritt, Dauer 90 min.

Buchungen von Führungen: sandrine.teuber@stadt-oldenburg, Tel. 0441-235-2887.

Kontakt:

Barbara Loreck
EDITH-RUSS-HAUS für Medienkunst
Medien(Kunst)Pädagogik
Katharinenstrasse 23
D-26121 Oldenburg
t. +49 (0) 441 - 235 2623
f. +49 (0) 441 - 235 2161
email: vermittlung-erh@web.de

Das Vermittlungsteam

Nina Bochmann

Ich studiere Mathematik und Kunst an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg und habe vor meinem Studium Erfahrungen in der Ausbildung und Tätigkeit als Vermessungstechnikerin gesammelt.
Im Rahmen meines Kunststudiums habe ich bereits als Fach-Tutorin gearbeitet und bin seit 2011 am Edith-Russ-Haus tätig. Die Auseinandersetzung mit der Medienkunst ist für mich vor allem auf Grund ihrer unterschiedlichen und vielfältigen Ausprägungen, ihrer Aktualität und den oft scheinbar fließenden Übergängen zu unseren Alltags-Medien besonders reizvoll. Dementsprechend fordert ihre Vermittlung im Vergleich zu der z.B. traditionellen Gemälde-Kunst oft auch andere Zugangsweisen und bietet mir somit die Möglichkeit meine vermittelnde Tätigkeit als (Kunst-(Vermittlungs-))Lernfeld zu nutzen.

Claudia Lehmann
Ich studiere an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Anglistik und Kunst- und Medienwisssenschaften. Neben dem Studium bin ich als Tutorin für Seminare im Fachbereich Kunst und Medien an der Uni tätig. 
Beim Vermitteln von (Medien)Kunst ist mir die Verknüpfung von Medien, alltäglichen Lebensbereichen und Kunst und Kultur wichtig. Daher versuche ich bei der Vorbereitung der Führungen auf eigene Erfahrungen und persönliche Assoziationen zurückzugreifen und Verbindungen zu aktuellen politischen oder kulturellen Themen einzubeziehen. Gemeinsam Fragen an Medienkunst zu stellen, sich selbst bei der Betrachtung zu beobachten und sich über das Gezeigte auszutauschen, sind gute Möglichkeiten, um Zugänge zu künstlerischen Arbeiten zu finden. Durch die für Medienkunst typischen Unterbrechungen von tradierten Formen und Vorstellungen entstehen Irritationen, die ich gerne im Gespräch aufdecke und produktiv mache.

Wilma Scheschonk
Ich studiere im Zwei-Fach-Bachelor „Materielle Kultur: Textil“ und „Kunst und Medien“ an der Carl von Ossietzky Universität. Die Aufnahme meines Studiums brachte mich vor einem Jahr nach Oldenburg, wo ich seitdem an verschiedenen Projekten der KLEX-Kunstschule mitgewirkt habe. Zum ersten Kontakt mit dem Edith-Ruß-Haus für Medienkunst kam es durch das partizipative Fotoprojekt „Momentaufnahmen“, das ich hier in Kooperation mit Projektpartnerinnen im August 2009 realisieren konnte

Laura Somann
Ich studiere seit 2009 Gender Studies und Germanistik im Zwei-Fächer-Bachelor an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Im Sommer 2010 stellte Nanna Lüth die Ausstellung „My War. Partizipation zu Kriegszeiten“ in dem Gender Studies Seminar von Katharina Hoffmann vor. Diese Ausstellung war Anlass für einen studentischen Webblog zum Thema ‚Krieg’.

Da ich sehr kunstinteressiert bin, entschloss ich mich außerdem gemeinsam mit vier Mitstudentinnen, die Organisation des partizipatorischen Projekts „Humans at War“ von Harrell Fletcher zu unterstützen, das als Teil der Ausstellung gezeigt werden sollte. Auf diese Kooperation folgte ein Praktikum in der Medienkunstvermittlung des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst. Im Sommer 2010 half ich also bei der Organisation von Workshops und übernahm bereits anteilig Führungen.

Seit der Ausstellung „Julius Popp. Selected Works“ gehöre ich fest zum Vermittlungsteam des Hauses. An den Ausstellungsrundgängen reizen mich besonders die Gespräche mit den Besucher_innen über die ausgestellten Arbeiten. Mich interessieren die vielfältigen Intentionen der Künstler_innen und die verschiedenen Blickwinkel, mit denen sich die künstlerischen Arbeiten betrachten lassen.

Ehemalige Vermittler_innen

Jan Blum
Ich bin gelernter gestaltungstechnischer Assistent (GrafikDesign/ Print) und habe Linguistik und Kunst-/ Musikpädagogik (B.A.) an der Universität Bielefeld studiert. Derzeit studiere ich auditive Medien und Deutsch als Fremdsprache (M.A.) an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Seit September 2008 gehöre ich zum Vermittlungsteam des Edith-Ruß-Haus. 
Der Begriff Medienkunst ist für mich ebenso weiträumig und facettenreich wie ihre Vermittlung im Edith-Ruß-Haus: Immer wieder finden die dort ausstellenden oder performenden Künstler_innen neue Wege für einen kreativen Umgang mit Technologien zur Ortung, Überwachung oder Vernetzung und erwischen uns oft genau dort, wo wir am leichtesten zu treffen sind, nämlich als Nutzer_innen und Konsument_innen. Immer wieder stehen aktuelle gesellschaftspolitische Bezüge im Mittelpunkt der Ausstellungen und wir Betrachter_innen sind aufgefordert, unseren eigenen Umgang mit alltäglich gewordenen Massenmedien zu reflektieren.

Die mit jeder Ausstellung variierende Gewichtung von Vermittlung, Motivierung zur Selbsterschließung und der Dialog mit den Besucher_innen macht mir bei den Führungen besonders viel Spaß. Verschiedene Projekte im Rahmen des medienkunstpädagogischen Programms, wie bspw. die Verbindung von Deutschlernen und Kunstvermittlung (zusammen mit Doris Mosbach von der Jacobs University in Bremen und Nanna Lüth) sowie die Mitarbeit in praktischen Workshops mit Kindern und Jugendlichen machen die Arbeit abwechslungsreich.

Hannah Schmidt
Ich habe in Oldenburg den mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengang Marine Umweltwissenschaften (Diplom) und Kunst und Medien (B.A.) studiert. Von klein auf interessiere ich mich für Kunst ebenso wie für logisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge.
Seit Anfang 2010 arbeite ich am Empfang des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst, seit August 2011 bin ich Teil des Vermittlungsteams. Besonders am Herzen liegt mir die Darstellung der Verzahnung von neuen Technologien und Wissenschaft mit dem künstlerischen Entstehungsprozess. Vor diesem Hintergrund ist es mir wichtig neben dem WAS des Kunstwerks (Was lässt sich erkennen? Was könnte gemeint sein?) auch das WIE zu beleuchten. Wie funktioniert Medienkunst? Wie behandelt, hinterfragt sie technische 'Errungenschaften' und die mit den neuen Medien einhergehenden gesellschaftlichen und politischen Veränderungen?

Natalie Engelmann
Im November 2010 habe ich mein Master-Studium in den Fächern Germanistik und Kunst & Medien an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg beendet.

Da mein Studium pädagogisch, sprich lehramtsbezogen ausgerichtet war, ist mir das Vermitteln an sich nicht unbekannt. Jedoch stellt das Vermitteln von (Medien)Kunst mich vor eine besondere Herausforderung, denn die Zugänge offenbaren sich einem nicht immer auf Anhieb, wenn der Blick eher an „herkömmliche“ Medien wie Malerei und Grafik gewöhnt ist.
Gerade weil Massenmedien unser tägliches Leben bestimmen und wir zum Teil völlig unhinterfragt mit ihnen „hantieren“, ist eine kritische Reflexion notwendig – ein Hinterfragen, Suchen, Konfrontieren, manchmal sogar ein Verstören herkömmlicher Blickgewohnheiten.

Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, neben dem Vermittlungsfeld „Schule“ nun auch „museumspädagogisch“ tätig werden zu dürfen (die letzteren Anführungsstriche setze ich deshalb, da sich das Edith-Ruß-Haus weniger als Museum versteht, an welchem Kunst „verwahrt“ wird, sondern eher als Ort, an welchem die Kunst diskutiert und präsentiert wird). Nun stellt das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst auch in Hinblick auf meine pädagogische Qualifikation für mich persönlich einen „Lernort“ dar, eine Art Plattform, einen Ort der Erprobung in der Rolle als Kunstvermittlerin.

Birte Heidkamp (Juni 2008 - November 2009)
Studium: Germanistik / Kunst und Medien, aktuell im Masterstudiengang „Kulturanalysen: Repräsentation, Performativität, Gender“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Neben der Kunstvermittlung im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst arbeite ich als Tutorin und wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität.

Beim Vermitteln von (Medien)kunst ist insbesondere die Frage spannend, wie das Publikum diese letztendlich liest. Wie reagiert das Publikum auf künstlerische Arbeiten, die bewusst mit Sehgewohnheiten spielen? Wird die intendierte Aussage der Künstlerin oder des Künstlers/der Künstlerin genauso aufgenommen oder wird das Werk vielleicht doch auf eine ganz andere Art und Weise interpretiert?

Mich persönlich interessiert außerdem die praktische Projektarbeit, in der ich zusammen mit anderen Kunst aktiv erleben und mitgestalten kann. Die im Rahmen der wechselnden Ausstellungen des Edith-Ruß-Haus für Medienkunst angebotenen Workshops bieten eine großartige Gelegenheit dazu: So kann es z.B. passieren, dass ich mich plötzlich in der Oldenburger Innenstadt mit einem Receiver in der einen und einem Transmitter in der anderen Hand wiederfinde, um Videobildsequenzen von Überwachungskameras zu erschnüffeln („Video Sniffin" mit Graham Harwood/Joao Wilbert).

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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