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Ausstellungen 2009

Isa Rosenberger / Nira Pereg

5. Juni - 9. August 2009

Eröffnung: Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Pressegespräch: Mittwoch, 3. Juni, 14 Uhr

(:table border=0 width=100%:) (:cell cellpadding=5 width=286:)Isa Rosenberger: </span><span  style=Ružena Dinková im Restaurant der Nový Most-Brücke, Foto: Isa Rosenberger, 2008' title='Isa Rosenberger: Ružena Dinková im Restaurant der Nový Most-Brücke, Foto: Isa Rosenberger, 2008' /> (:cell valign=middle:)Nira Pereg: Location 8 - Ramot </span><span  style=Polin/Polish Hills, 2008' title='Nira Pereg: Location 8 - Ramot Polin/Polish Hills, 2008' /> (:cellnr:)Isa Rosenberger: Ružena Dinková im Restaurant der Nový Most-Brücke (:cell:)Nira Pereg: Sabbath 2008, 2008 (:cellnr:)Foto: Isa Rosenberger, 2008 (:cell:) (:tableend:)

Isa Rosenberger: Ružena Dinková im Restaurant der Nový Most-Brücke, Foto: Isa Rosenberger, 2008

Isa Rosenberger: Ružena Dinková im Restaurant der Nový Most-Brücke
Foto: Isa Rosenberger, 2008


Nira Pereg: Sabbath 2008, 2008

Nira Pereg: Sabbath 2008, 2008


Mit Nira Pereg und Isa Rosenberger präsentiert das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst zwei Künstlerinnen, die sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinandersetzen. Beide spüren dem Verhältnis von Staat und Individuum anhand der Geschichte und Veränderung von urbanen Räumen und architektonischen Strukturen nach.

Isa Rosenberger: Nový Most, Ausstellungsansicht Wiener Secession, 2008, Foto: Werner Kaligofsky, Courtesy Wiener Secession, 2008
Isa Rosenberger: Nový Most, Ausstellungs-
ansicht Wiener Secession, 2008
Foto: Werner Kaligofsky,
Courtesy Wiener Secession, 2008

Gesellschaftspolitische Veränderungen im postsozialistischen Europa sind ein durchgehendes Thema in den Arbeiten der Österreicherin Isa Rosenberger. In ihrem Video Novy Most (2008) reflektiert sie anhand dreier Frauengenerationen die Geschichte der gleichnamigen Brücke in Bratislava, die von 1967 bis 1972 als futuristisches Wahrzeichen der Stadt erbaut wurde. Archivaufnahmen und inszeniertes Material, in denen die drei Frauen von der Geschichte der Brücke und von ihren persönlichen Erinnerungen und Hoffnungen in Bezug auf die politische Entwicklung erzählen, geben Einblick in die Ereignisse der jüngeren Geschichte der Stadt und des Spannungsverhältnisses von Ost und West. Auch die neu entstandene Fotoserie Ruzinov (2009) handelt von den urbanen Veränderungen der slowakischen Stadt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Ein Brunnen, der zu sozialistischen Zeiten als Bühne für Konzerte genutzt wurde, dient der Künstlerin als skulpturale „Leerstelle“ für ihre Intervention. Im Austausch mit PassantInnen und BewohnerInnen des Viertels entstehen Textcollagen, die eine mögliche neue Nutzung reflektieren.

Nira Pereg: Location 8 - Ramot Polin/Polish Hills, 2008
Nira Pereg: Location 8 - Ramot Polin/Polish Hills,
2008

Die israelische Künstlerin Nira Pereg schafft Arbeiten, in denen das Persönliche und das Öffentliche, das Politische und das Poetische einander gegenübergestellt werden. Ihre Fotoserie Location 8 – Ramot Polin/Polish Hills (2008) dokumentiert das gleichnamige jüdisch-orthodoxe Viertel, welches in den 1970er Jahren von dem israelischen Avantgarde-Architekten Zvi Hecker entworfen wurde. Die Architektur dient ihr als Ausgangspunkt für die Reflexion der Frage nach der Konstitution von Gemeinschaft innerhalb eines gesellschaftlichen Gefüges.


Nira Pereg: Sabbath 2008, 2008
Nira Pereg: Sabbath 2008, 2008

Das Video Sabbath 2008 (2008) zeigt die Schließung eines ultraorthodoxen Viertels in Jerusalem am Vorabend des Sabbath. 24 Stunden lang ist das Viertel durch temporäre Absperrungen, die von den Bewohnern errichtet werden, abgeschirmt. Pereg beobachtet dieses Ritual der Ausgrenzung und Einschließung. Mit ihren präzisen und sensiblen Schnitten gelingt ihr die Transformation des dokumentarischen Materials in ein theatralisches Ereignis, welches das religiöse Ritual als komplexes soziales Phänomen in einer geteilten Stadt anschaulich macht.



Veranstaltungen

Donnerstag, 18. Juni 2009, 17-20 Uhr

Abendöffnung mit Führung um 18 Uhr

Donnerstag, 2. Juli 2009, 17-20 Uhr

Abendöffnung mit Führung um 18 Uhr

Samstag, 4. Juli 2009, 10:30-13:30 Uhr und
Sonntag, 5. Juli 2009, 14-17 Uhr

Trickfilmworkshop "Mein Kamm tanzt"
Alter 6-10 Jahre, Unkostenbeitrag 5 €

Donnerstag, 23. Juli 2009, 20 Uhr

Videopräsentation und Gespräch mit Isa Rosenberger

Sonntag, 26. Juli 2009, 11-17 Uhr

Museumstag im Rahmen des Kultursommers

um 11 Uhr / 15 Uhr / 16 Uhr Führungen

11-17 Uhr (Einstieg um 11, 13 oder 15 Uhr möglich) Trickfilmworkshop "Bewegte Gedanken"
Alter ab 5 Jahren, Unkostenbeitrag 5 €

Dienstag, 28. Juli 2009, 14-17:30 Uhr

Workshop "Mit Spiegeln filmen"
Ausstellungsbesuch und Videoexperimente für Jugendliche
Alter ab 12 Jahren, Unkostenbeitrag 5 €

Sonntag, 9. August 2009, 11-17 Uhr

"Momentaufnahmen" – flüchtige Begegnung mit Fotografie
kostenlose Führungen durch die Ausstellung Rosenberger/Pereg: 12 und 15 Uhr


Hinweis für Schulen

Schulschluss - Programm vor den Ferien
Gerne können Sie/könnt Ihr die Ausstellung im Rahmen einer Führung auch außerhalb der Öffnungszeiten besuchen. Kosten: 25 €/Std.
Mögliche Themen (ab 6. Klasse) sind: Architektur und Politik, Geschichte von Grenzen, kollektive und individuelle Erinnerung, Kunst und Dokumentation



Pressetermine nach Absprache möglich.

Ansprechpartnerin: Stefanie Möller
Tel. 0441-235 3194
Fax 0441-235 2161
E-Mail: info@edith-russ-haus.de

Pressebilder




Die Ausstellung wird gefördert durch:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und KulturStadt Oldenburg
Gefördert von Ein Ausstellungshaus der
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