Monika Oechsler


Monika Oechsler, Solarplexus, 2003

Am fernen und entferntesten Punkt

Eröffnung: 2. April 2004, 20 Uhr
Videos und Künstlergespräch: 7. Mai 2004, 20 Uhr
Internationaler Museumstag: 16. Mai 2004, 10 - 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 2. April - 31. Mai 2004

Die Installation Am fernen und entferntesten Punkt ermöglicht das Eintauchen in ein Sound-Environment, in dem die Erfahrung einer Art »moderner« Psychose simuliert wird. Durch das Betreten des geometrisch-verzerrten Innenraums, in dem Stimmen und Licht auf vielfältige Weise choreografiert sind, erfährt der Besucher eine räumliche und akustische Desorientierung. Die Installation wird zu einem improvisierten Spiel, das die Betrachter wie unter Hypnose in den Bann des eigenen mentalen Raums zieht.

Obgleich sie eigentlich für ihre international gezeigten Videos bekannt ist, erweitert sie ihre neue Arbeit über die bildlichen Dimensionen hinaus und entwickelt eine Installation nur mit Klang und Stimmen.

In diesem Werk beschäftigt sich Monika Oechsler mit psychologischen Phänomenen, wie sie durch die gegenwärtige Mediengesellschafft kreiert werden. Der enorme Umfang fiktionaler wie auch dokumentarischer Informationen, die direkt auf die Privatsphäre abzielen, können den Verlust persönlicher Authentizität bewirken. Die Installation bezieht sich auf diesen Zustand und überwältigt die Gedanken und Reflexionen, so dass die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Erlebten fast nicht möglich ist. Stattdessen erfolgt die Reflexion über den Inhalt erst allmählich nach dem Verlassen der Arbeit.

Monika Oechsler, Schauspiel, 2003Die in London lebende Deutsche, Monika Oechsler, studierte am Goldsmiths College. Ihre Arbeiten wurde unter anderem ausgestellt bei Sharjah International Biennial 6, United Arab Emirates; The Inner State, Kunstmuseum Lichtenstein, Vaduz, Liechtenstein; The Other Side of Zero, Video Positive 2000, Tate Gallery, Liverpool; Video Cult/ures, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, Germany; New Video from Great Britain, The Museum of Modern Art, New York; Performing Bodies, Tate Modern, London; Electronica, São Paulo, Brazil.


7. Mai, 20 Uhr:
Videos und Künstlergespräch

Oechsler hat sich im internationalen Raum zuerst einen Namen als Videokünstlerin gemacht. Ihre Videos sind subtile, beunruhigende Psychodramen, die uns provozieren, Motive und Bedeutung des präsentierten Materials zu hinterfragen.

Necking, 1997, 1'40”
In einer Turnhalle spielt eine Gruppe junger Frauen "passing the apple". Die Verlegenheit der Teilnehmerinnen überschattet den Genuss der körperlichen Interaktion und signalisiert sexuelles Bewusstsein.

Strip, 1997, 4'40”
Die Arbeit ist ein Porträt von Mädchen zwischen acht und vierzehn Jahren, die mit verbundenen Augen Pistolen auseinander- und wieder zusammenbauen. Das Video wurde in dem einzigen vom Home Office zugelassenen britischen Schützenverein aufgenommen, in der Kinder ab acht Jahren Mitglieder werden dürfen.

For The Very First Time, 1999, 4'43”
Drei junge Frauen sind ganz in das Riechen an Blumen vertieft. Die Atmosphäre wird durch den hyperrealen Klang erweitert während reiche Farben die opulente Natur des Sujets verstärken – bis zur Ekstase.

Replay
, 2001, 1'42”
Ein Mann und zwei Frauen laufen und springen wiederholt aufeinander zu. Die Power, die die schnelle und furiose Aktion ausstrahlt, präsentiert einen Wettstreit physischer und psychologischer Kraft.

In the Shadow of the Dog, 1999, 6'41”
Eine Serie visueller Kapitel, die sich auf Zeitungsberichte über die Erschießung mehrerer Männer in einem Schützenverein in Helsinki 1999 beziehen. Der Angriff erfolgte durch ein weibliches Mitglied des Vereins.

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16. Mai, 10 - 18 Uhr:
Internationaler Museumstag

Aus Anlass des Internationalen Museumstags und zur Ausstellung Am fernen und entferntesten Punkt, das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst veranstaltet Führungen durch die Sound-Installation von Monika Oechsler sowie ein Auswahl ihrer Videos.

Videos:
Necking, 1997, 1'40”
Strip, 1997, 4'40”
For The Very First Time, 1999, 4'43”
Replay, 2001, 1'42”
In the Shadow of the Dog, 1999, 6'41”

11 Uhr: Führung durch die Ausstellung
12 Uhr: Videovorführung
13 Uhr: Führung durch die Ausstellung
14 Uhr: Videovorführung
15 Uhr: Führung durch die Ausstellung
16 Uhr: Videovorführung

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Zur Ausstellung erscheint im Mai 2004 eine Publikation bei Revolver – Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 14 - 17 Uhr
Samstag, Sonntag 11 - 17 Uhr
Internationaler Museumstag: 16. Mai, 10 - 18 Uhr

Sonderöffnungszeiten:
Maifeiertag, Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Himmelfahrt, Pfingstsonntag, Pfingstmontag: 11 - 17 Uhr

Eintritt: 2,50 / 1,50 Euro
Führungen: jeden Sonntag, 15 Uhr; Gruppenführungen auf Anfrage.

Mit freundlicher Unterstützung der:



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