FACT FICTION
Formen des Dokumentarischen
in der zeitgenössischen Videokunst
und im Film
 
    Dokumentarische Formen und Strategien haben in der Videokunst und der Filmproduktion der letzten Jahre einen enormen Stellenwert erhalten. Dies geht einher mit dem Wiederaufleben des Narrativen in der Kunst und den hohen Speicherkapazitäten, die die neuen Medien kennzeichnen. Welche Bedeutung und Funktionen hat die Aufzeichnung des Realen, das Substrat eines Dokumentes überhaupt noch, wenn gleich alles erzählt, manipuliert oder dokumentiert wird? Life-Übertragung, Webcam, Echtzeit-Soap (wie zunächst Big Brother), Backup manifestieren neue Strukturen und Sichtweisen unserer visuellen Kultur. Hat das "Dokumentarische" lediglich als stilistisches Mittel überlebt? Ist es überhaupt noch entscheidend zu wissen, ob etwas Fakt ist oder Fiktion?
     
    Zur Ausstellung wurden die Künstler Elmar Hess (GER), Stanislaw Mucha (Pol/GER), Jeroen Offerman (NL/GB), Sandra Schäfer (GER) und Kerry Tribe (USA/LA) eingeladen, die in ihrer Arbeit die Strategie des Dokumentarischen bewußt inszenieren. Dabei werden die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion immer unsichtbarer.
     
    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (20 DM).