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Elmar Hess, "Kriegsjahre", 1996
Videoinstallation, Video (Betacam), 35 Min.
In Kriegsjahre bricht Elmar Hess ein Tabu. Dokumentarische Archivbilder und die ästhetische Filmsprache der nationalsozialistischen Zeit werden unverblendet einbezogen in die Konstruktion einer individuellen Kriegsgeschichte, in der sich die Symbole und Zeichen des Krieges mit Metaphern und Szenerien des Geschlechterkampfes vermengen. Die erfinderischen Montagen erinnern an die alte Illusionsmaschinerie der frühen Filmzeit. Salatschüsseln verwandeln sich in Ruhmeshallen, Toastbrotstapel zu Monumentalbauten, Eierbecher in Ölraffinerien, Tischgedecke in urbane Arrangements. Nicht die Erinnerung an tatsächliche Ereignisse, die Erinnerung an Fernsehbilder und Fotografien forciert die suggestive Kraft des Dokumentarischen.
Elmar Hess, geboren 1966, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, seit 1991 Beteiligung an Ausstellungen. Sein Film "Kriegsjahre" wurde zuletzt auf der "German Open" in Wolfsburg gezeigt.
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