Women at Work

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13. Mai bis 24. Juli 2016

Internationale Gruppenausstellung

Anette Rose, #20.1 – 20.2 flechten, 2016, Zweikanalvideo, Setfoto © (Anette Rose) VG Bild-Kunst Bonn, 2016

Wir leben in einer Epoche, in der sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor dem Hintergrund einer globalisierten Ökonomie sehr schnell ändern. Diese Gruppenausstellung soll einen Beitrag zu den Diskussionen um emanzipatorische Ideen einerseits und der gegenwärtigen Situation von erwerbstätigen Frauen andererseits leisten. Die Werke der Ausstellung greifen auf vielfältige Weise die gegenwärtige Kritik an der sogenannten zweiten Welle des Feminismus auf. Zwar gelang es dieser, viele ihrer Ziele durch eine gesamtgesellschaftlich veränderte Einstellung zur Gleichberechtigung zu erreichen, sie scheiterte jedoch nach Ansicht vieler Kritikerinnen daran, tiefgreifende Transformationen in den Institutionen zu bewirken. So wird, nach Nancy Fraser, die Kritik zum Beispiel an sexueller Belästigung, sexueller Ausbeutung und ungleicher Bezahlung mittlerweile weitgehend unterstützt. Dennoch hätte dieser tiefgreifende Wandel in den gesellschaftlichen Einstellungen diese Praktiken selbst keineswegs beseitigt.

Anette Rose, # 25 stricken – high speed, 2016, Video-Standbild © (Anette Rose) VG Bild-Kunst Bonn, 2016

Die neuen Generationen von Künstlerinnen haben inzwischen hervorragende Möglichkeiten, nicht nur, was ihre Ausbildung angeht, sondern auch, was ihren Start in die künstlerische Praxis betrifft. Dennoch bleiben auch für sie kritische Fragen offen: Wie steht es um gleiche Entlohnung, Fragen der Kinderbetreuung, problematische Geschlechtsstereotypen und Frauen in Führungspositionen? Und wie sieht es aus mit der Chancengleichheit außerhalb westlicher Gesellschaften, wo Frauen nach wie vor die Masse an billigsten Arbeitskräften stellen? Da den Massenmedien eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Stereotypen zukommt, untersuchen Künstlerinnen (und Künstler) mit kreativen Mitteln die medialen Repräsentationen der Geschlechter und integrieren deren visuelle Sprache in ihre künstlerische Praxis.

Als Teil der Ausstellung findet in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung von Medienkunst e.V. ein von Claudia Reiche (Bremen) kuratiertes Symposium statt, auf denen diese Fragen vertiefend behandelt werden.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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