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BLICK INS NETZ

NET.ARTografie
07. März 2014 - 21. April 2014
Eröffnung: 06. März 2014, 19:00 Uhr
Pressegespräch: 05. März 2014, 11:00 Uhr

Die in dieser Ausstellung gezeigten Werke der international wichtigsten NetzkünstlerInnen gehören zur 2008 aufgebauten und seitdem ständig weiterentwickelten Sammlung NETescopio des spanischen Museums für zeitgenössische Kunst von Extremadura und Iberoamerika - MEIAC, Badajoz. Mit NETescopio ist das MEIAC ein Vorreiter in der Verfügbarkeit einer per Internet zugänglichen Kunstsammlung jenseits der physischen Präsenz des eigentlichen Museums. Eine Auswahl von 120, teilweise nicht mehr zugänglichen, Schlüsselwerken deckt das Panorama der Netzkunstproduktion von den 1990er-Jahren bis heute ab. So ist diese Ausstellung eine einmalige Gelegenheit, einen Einblick in die Netzkunsttendenzen und ihre Ästhetik zu gewinnen. Das Hauptanliegen des NETescopio-Archivs, das auch eine kunsthistorische Einordnung der gesammelten Arbeiten vornimmt, ist die Bestandssicherung, mit dem Schwerpunkt auf Arbeiten iberoamerikanischer und spanischer NetzkünstlerInnen.

 

Drei Strategien der künstlerischen Internetaneignung mit ihren diversen Formaten hat der Kurator Gustavo Romano unterschieden:

 

Demontagen

In den Anfangsjahren des Netzes begannen die Künstler mit dem neuen Medium zu experimentieren und spielten mit den Möglichkeiten der Interaktivität, den Anwendungen von Interfaces und alternativen Browsern. Die ersten Netzkunstarbeiten aus jener Zeit, die in dieser Kategorie zu sehen sind, weisen eine große Radikalität auf, wobei Experimentieren und die Dekonstruktion des Mediums im Vordergrund stehen.

 

Wieder/aneignungen

Wiederverwendung von symbolischen Materialien und künstlerische Reaktionen auf bestehende Inhalte spielen bei diesen Arbeiten die entscheidende Rolle. Informationen können im Bereich des Digitalen so reproduziert oder manipuliert werden, dass sich ständige Mutation entwickelt. Hieraus ergeben sich Diskurse zu Kopie, Original und Autorenschaft, sowie zu Besitzer und Sammler von Netzkunst. Der Netzkünstler übernimmt dabei die Rolle als "Neugestalter" von Informationen.

 

Eingriffe

Diese Arbeiten beziehen sich auf die künstlerischen Interventionen im Bereich des neuen öffentlichen Raums "Internet", wobei sie entweder auf Wikipedia, Google Maps u.ä. zugreifen oder aber private Seiten parodieren, um sie durch künstlerische Kontexte zu unterlaufen. Auch heimliches Eindringen in den Computer Anderer oder ganzer Systeme wird hier thematisiert. Der Künstler schlüpft hierbei in die Rolle eines Spions, eines Eindringlings oder einzelgängerischen Flaneurs.


Kuratiert von Gustavo Romano

KünstlerInnen:

0100101110101101.org (Eva & Franco Mattes); Ivan Abreu; Amy Alexander; Marcel·lí Antúnez; Kim Asendorf; Lucas Bambozzi; Ryan Barone; Giselle Beiguelman; Amy Berk; Luther Blissett; Natalie Bookchin; Christophe Bruno; Maite Cajaraville; Martin John Callanan; Azahara Cerezo; Paolo Cirio; Arcángel Constantini; Vuk Cosic; Andy Cox; Critical Art Ensemble; Minerva Cuevas; Young-Hae Chang; Santiago Echeverry; Vadim Epstein; Evru; Fiambrera Obrera; Gonzalo Frasca; Belén Gache; Dora García; Daniel García Andújar; Gazira Babeli; Emilio Gomáriz; Ethan Ham; Luis Hernández Galván; Robin Hewlett; Steev Hise; Ricardo Iglesias; Daniel Jacoby; Sergi Jordá; Scott Kildall; Ben Kinsley; La Société Anonyme (José Luis Brea); Joan Leandre; Les Liens Invisibles; Olia Lialina; Rogelio López Cuenca; Iván Lozano; Alessandro Ludovico; Peter Luining; Fernando Llanos; Brian Mackern; Miltos Manetas; Rafael Marchetti; Iván Marino; Antonio Mendoza; Ricardo Miranda Zúñiga; Antoni Muntadas; Mark Napier; Eduardo Navas; Santiago Ortiz; Christian Oyarzún; Paolo Pedercini (Molleindustria); Raquel Rennó; Ricardo Barreto & Paula Perissinotto; Gustavo Romano; Benjamin Rosenbaum; Mario Santamaría; Santo_File (David Casacuberta & Marco Bellinzoni); Mark Shepard; Alexei Shulgin; Mark Skwarek; Darren Solomon; Stanza; Nathaniel Stern; Igor Stromajer; Taller d'Intangibles (Jaume Ferrer & David Gómez); Philipp W. Teister; The Electronic Disturbance Theater; The Yes Men; Thomson & Craighead; Eugenio Tisselli; Ubermorgen; Sander Veenhof; Elo Vega; Angie Waller.


Gegen-Kartographien:­ Nirgendwo, hier und heute -

Vortrag mit Rogelio López Cuenca, Medienkünstler Granada, Spanien

Di, 18.03.2014, 19 Uhr, Seminarraum des ERH Eintritt frei (mit Simultanübersetzung) 18. März 2014, 19:00 Uhr - 18. März 2014, 22:00 Uhr

Mehr Informationen zum Votrag finden sie hier

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
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