Aktuell

Kein angemeldeter Benutzer
Anmelden | Registrieren | Passwort vergessen

Women at Work

Internationale Gruppenausstellung vom 13. Mai bis 24. Juli 2016

Im Heung-soon, Factory Complex, 2014, HD Video, 92 Minuten, Videostill © Im Heung-soon

Wir leben in einer Epoche, in der sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor dem Hintergrund einer globalisierten Ökonomie sehr schnell ändern. Diese Gruppenausstellung soll einen Beitrag zu den Diskussionen um emanzipatorische Ideen einerseits und der gegenwärtigen Situation von erwerbstätigen Frauen andererseits leisten. Die Werke der Ausstellung greifen auf vielfältige Weise die gegenwärtige Kritik an der sogenannten zweiten Welle des Feminismus auf. Zwar gelang es dieser, viele ihrer Ziele durch eine gesamtgesellschaftlich veränderte Einstellung zur Gleichberechtigung zu erreichen, sie scheiterte jedoch nach Ansicht vieler Kritikerinnen daran, tiefgreifende Transformationen in den Institutionen zu bewirken. So wird, nach Nancy Fraser, die Kritik zum Beispiel an sexueller Belästigung, sexueller Ausbeutung und ungleicher Bezahlung mittlerweile weitgehend unterstützt. Dennoch hätte dieser tiefgreifende Wandel in den gesellschaftlichen Einstellungen diese Praktiken selbst keineswegs beseitigt.

Wendelien van Oldenborgh, Après la reprise, la prise, 2009, ortsspezifische Dia-Installation © Wilfried Lentz Rotterdam und Wendelien van Oldenborgh

Die neuen Generationen von Künstlerinnen haben inzwischen hervorragende Möglichkeiten, nicht nur, was ihre Ausbildung angeht, sondern auch, was ihren Start in die künstlerische Praxis betrifft. Dennoch bleiben auch für sie kritische Fragen offen: Wie steht es um gleiche Entlohnung, Fragen der Kinderbetreuung, problematische Geschlechtsstereotypen und Frauen in Führungspositionen? Und wie sieht es aus mit der Chancengleichheit außerhalb westlicher Gesellschaften, wo Frauen nach wie vor die Masse an billigsten Arbeitskräften stellen? Da den Massenmedien eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Stereotypen zukommt, untersuchen Künstlerinnen (und Künstler) mit kreativen Mitteln die medialen Repräsentationen der Geschlechter und integrieren deren visuelle Sprache in ihre künstlerische Praxis.

 

 

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler:

Olga Chernysheva
Im Heung-soon
Wendelien van Oldenborgh
Anette Rose

  

Symposium: Burnout Feminism?

Samstag, 28. Mai 2016, 10.30 - 19.30 Uhr

Als Teil der Ausstellung findet in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung von Medienkunst e.V. ein von Claudia Reiche (Bremen) kuratiertes Symposium zum Thema "Burnout Feminism? (Post)Feminismus und verkörperter Kapitalismus" statt.

mehr...

 

  

Weitere Termine

Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 11. Mai, um 11 Uhr

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 12. Mai, um 19 Uhr

Gefördert von:

 

 

  

Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg, Tel.: +49(0)441/235-3208, Fax.: +49(0)441/235-2161
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 14 - 18 Uhr, Samstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Montag geschlossen info@edith-russ-haus.de
Impressum     Sitemap     
Ein Ausstellungshaus der
Stadt Oldenburg